10 Tipps, um Inkontinenz vorzubeugen
Vorsorge
In Ihrem Warenkorb:
Es befinden sich noch keine Artikel in Ihrem Warenkorb.
Menge: ZULETZT HINZUGEFÜGTE ARTIKEL Artikel gesamt: Summe: Zum WarenkorbBehandlung | Über Inkontinenz
Harninkontinenz beeinträchtigt die Lebensqualität, kann medizinische Komplikationen verursachen und schafft psychosoziale Probleme. Viel öfter als allgemein angenommen kann aber auch erfolgreich behandelt werden, wenn man die Ursachen kennt. Eine Diagnose lohnt deshalb immer.
Seniorin in Gespräch mit Ärztin
In diesem Artikel
Seite teilen
Der erste und wichtigste Schritt besteht darin, sich dem Arzt anzuvertrauen. Dabei sollten Sie Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen oder auch sich selbst bewusst machen, dass Ihrem Arzt dieses sensible Thema durch seine tägliche Arbeit vertraut ist. Schamgefühle sind in keinesfalls angebracht.
Die Befragung durch den Arzt hat zum Ziel, alle Umstände zu erfahren, die zur Inkontinenz führen könnten. So ist zum Beispiel gezielt zu fragen: Tritt Harnverlust bei körperlicher Anstrengung bzw. beim Husten oder Lachen auf, was auf eine Belastungsinkontinenz hindeutet. Oder wird häufig starker, oft plötzlich auftretender Harndrang verspürt, was ein Anzeichen für eine Dranginkontinenz ist. Oder eine Frage vor allem für Männer: Besteht dauernder Urinverlust, Tröpfeln oder Träufeln als ein Hinweis auf eine Überlaufinkontinenz.
Weitere wichtige Erkenntnisse liefern Fragen nach anderen Begleiterkrankungen wie beispielsweise nach Krankheiten im Bereich der Harnwege und Geschlechtsorgane, einem Bandscheibenvorfall oder Diabetes mellitus. Da auch manche Medikamente Inkontinenz begünstigen, ist dem Arzt unbedingt mitzuteilen, welche Medikamente regelmäßig eingenommen werden.
Hinweis: Wenn Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen oder auch Ihnen der Gedanke an ein Gespräch unangenehm ist, schreiben Sie zu Hause auf, was Sie dem Arzt sagen wollen. So finden Sie bereits zu Hause passende Worte und haben weniger Scheu beim Reden.
Miktion ist die medizinische Bezeichnung für Wasserlassen. In einem „Miktionsprotokoll“ wird darüber Buch geführt, wie oft und unter welchen Umständen Wasser gelassen wird. Damit können wichtige Erkenntnisse über die Blasenentleerungsgewohnheiten des Betroffenen gewonnen und die Form der Inkontinenz besser eingeschätzt werden.
Ein Miktionsprotokoll soll möglichst über drei Tage geführt werden, entweder vom Betroffenen selbst oder von Ihnen als Pflegende. Um das Führen eines Miktionsprotokolls zu erleichtern, werden entsprechende Vordrucke zum Download angeboten.
Ein paar Tipps zum Führen des Protokolls:
Hinweis: Wenn Ihnen die Erstellung eines Miktionsprotokolls kompliziert vorkommt, versuchen Sie es bitte trotzdem. Denn nichts ist für die Therapieplanung so aufschlussreich, als wirklich zu wissen, wie schwer die Blasenentleerungsstörung ist.
Operative Therapiemöglichkeiten ergeben sich vor allem bei der Stressinkontinenz der Frau. Entsprechend den Fortschritten in den chirurgischen Techniken profitieren heute auch ältere Frauen von den operativen Verfahren, vorausgesetzt, es wurde durch eine sorgfältige Diagnose die individuell abgestimmte, beste Operationsmethode gefunden.
Beispielsweise können bei einer Beckenboden-Schwäche schon sehr kleine Eingriffe das Problem beheben. Bei Korrekturoperationen an den verschiedenen inneren Geschlechtsorganen (Gebärmutter, Blase und Scheide) sind zumeist nur kleine Schnitte am Unterbauch erforderlich, oder aber die Operationen werden durch die Scheide durchgeführt. Zu den sog. „minimalinvasiven“ Verfahren mit hohen Erfolgraten zählt zum Beispiel die Einführung von Netzbandschlingen, auch Kontinenzbändchen genannt. Diese werden um die Harnröhre gelegt und verhindern, dass die Harnröhre unter Belastung absinkt.
Hinweis: Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft e. V. hat es sich als gemeinnützige, medizinisch-wissenschaftliche Gesellschaft seit 1987 zur Aufgabe gemacht, Inkontinenz aus der Tabuzone zu holen und so den Weg frei zu machen für eine verbesserte Diagnose, Behandlung und Prävention von Harn- und Stuhlinkontinenz. Hier finden Sie jederzeit kompetenten Rat und erhalten Adressen für spezialisierte Behandlungszentren in Ihrer Nähe.
Mehr unter www.kontinenzgesellschaft.de (Logo)