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Hygienische Wundversorgung in der Pflege

Die Behandlung und Versorgung chronischer und schwer heilender Wunden ist geprägt von Arbeitsteilung und Teamarbeit. Darin eingebunden sind Ärzte und Assistenzpersonal sowie Pflegefachkräfte stationärer und ambulanter Pflegeeinrichtungen, aber auch Teams von zertifizierten Wundzentren. Im Mittelpunkt aber stehen der Patient und die ihn pflegenden Angehörigen, die im Idealfall über die Ziele der Wundtherapie gut informiert sind. 

Verbandwechsel zuhause: Hygiene muss sein

Generell ist eine offene Wunde eine ideale Eintrittspforte für Infektionserreger. Besonders gefährdet sind dabei wiederum ältere Wundpatienten durch Gründe wie Immunschwäche und häufig mehrere Vorerkrankungen, die gleichzeitig bestehen, was als Multimorbidität bezeichnet wird. Aber auch die Wundursache spielt im Hinblick auf die Infektionsgefährdung eine große Rolle. Beispielsweise tragen Patienten mit arteriellen und diabetischen Ulzera sowie Dekubitus ein extrem hohes Infektionsrisiko. Unheil droht des Weiteren durch das verstärkte Auftreten antibiotikaresistenter Keime (MRSA-Erreger) auch im häuslichen Bereich. Sie können bei offenen Wunden zu lebensgefährlichen Infektionen führen.Die kurze Darstellung der Infektionsrisiken beim Verbandwechsel macht deutlich, wie wichtig das hygienische Arbeiten beim Verbandwechsel ist. Dabei ist es weder schwierig noch zeitintensiv, die grundlegenden Hygieneregel einzuhalten, die nicht nur in Corona-Zeiten gelten. Erforderlich ist einzig und allein: Disziplin.

Hygiene-Regeln